Einsatz von Kompensatoren

Einsatz von Kompensatoren

MÜPRO Planungssoftware unterstützt bei der Installation

Den Ausgleich von Längenänderungen bei Rohrleitungen übernehmen in der Regel natürliche Dehnungsausgleicher wie der L- oder der U-Dehnungsbogen. In manchen Fällen ist der Einsatz dieser Dehnungsbögen jedoch nicht möglich. Beengte Raumverhältnisse sind ein Hauptgrund für den Einsatz eines Kompensators zum Ausgleich von Längenänderungen

Die gängigste Form: Axial-Kompensator 

Der Kompensator bildet die Längenänderung in vollem Umfang ab und ist der Bereich, in dem die Streckung oder Stauchung der Rohrleitung stattfindet. Der Axial-Kompensator, welcher am häufigsten zum Einsatz kommt, nimmt diese Bewegungen der Rohrleitung längs der Achse auf. 

Eine Rohrleitungsstrecke, welche einen Axial-Kompensator enthält, ist immer eine gerade Strecke – Biegungen oder Richtungsänderungen kommen nicht vor. An den äußeren Enden sorgen jeweils Festpunkte für eine sichere und stabile Befestigung dieser Kompensator-Strecke. Zwischen ihnen liegen Lospunkte, der Kompensator sowie vor und hinter dem Kompensator so genannte Führungslager. Letzteres sind besondere Lager, welche nur in Achsrichtung Bewegungen aufnehmen, damit die Rohrleitung ihre Richtung hält und nicht ausbricht. Wie weit die Führungslager vom Kompensator entfernt sind, ergibt sich aus Berechnungen. 
 
Mit Hilfe dieser lassen sich zudem die Festpunktkräfte bestimmen, welche durch die Stauchung oder Streckung der Rohrleitung und durch den Rohrinnendruck entstehen. In einem Rohr mit einem Durchmesser von 200/300 Millimetern können sich etwa mit einem Prüfdruck von fünf bis sechs bar einige Tonnen an Kraft entwickeln. 

Vor der Installation: Festpunktkräfte berechnen

Grundlage für die richtige Installation eines Kompensators ist die Berechnung aller Komponenten. Im Festpunktberechnungsprogramm der MÜPRO Planungssoftwarewelches kostenfrei zum Download zur Verfügung steht, sind technische Daten zu mehr als 5.000 verschiedenen Kompensator-Modellen von fünf namhaften Herstellern hinterlegt. So können komfortabel die entstehenden Festpunktkräfte für Axial-Kompensatoren in horizontal liegenden Rohrleitungen berechnet werden. Sind alle Werte korrekt eingegeben, erstellt die Software ein Dokument, welches sämtliche Zeichnungen und technische Daten zum geplanten Rohrleitungssystem enthält und ausgedruckt werden kann. Ein Beispiel hierzu zeigt die untenstehende Bildergalerie.

Weitere Arten von Kompensatoren

Rohrbewegungen verlaufen auch in andere Richtungen. So kommt ein Lateral-Kompensator dann zum Einsatz, wenn die Rohrbewegung nicht nur axial, sondern auch seitlich auftritt. Dies ist der Fall, wenn Bauwerksversatz ausgeglichen werden soll, eine Rohrleitung durch unterschiedliche Gebäudeteile verlegt ist, Bodenunebenheiten vorkommen oder wenn die Achsen der Leitung nicht in der Flucht stehen. Ein Angular- oder Gelenkkompensator nimmt Winkelbewegungen auf. Er kann die Bewegungen der Rohrleitung vor allem bei großen Rohrleitungssystemen und hohem Druck, etwa in Hochhäusern, besser aufnehmen und vermeidet hohe Druckreaktionskräfte.


Unsere Anwendungstechnik unterstützt Sie jederzeit gerne bei der Auslegung von Rohrleitungssystemen mit Kompensator.

Weitere Tipps und Hinweise für die Installation von Rohrleitungssystemen finden Sie hier.

MÜPRO Planungssoftware

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Das Festpunktberechnungsprogramm sowie weitere hilfreiche Tools für die Praxis finden hier zum Download.